Gehorsam ist besser als Opfer. (1.Samuel 15,22)

Einige Eindrücke von der Orgelweihe

Der 19. Oktober 2014 wird für die Kirchgemeinde Großschönau , aber auch für unseren Ort insgesamt, ein besonderer Tag bleiben. Die Einweihung einer neuen Orgel ist kein alltägliches Ereignis. Bereits am Vortage fand eine sehr ausführliche und gewissenhafte Prüfung und Probe der Orgel durch den Orgelsachverständigen, Herr Norbert Ranft, Meerane, statt. Am Sonnabendnachmittag trafen sich dann die Mitglieder des Kirchenvorstandes und der Orgelkommission zur offiziellen Abnahme. Nach der eingehenden Besichtigung des „Innenlebens“ der Orgel, der Windladen, des Pfeifenwerks und der Trakturen, demonstrierte Herr Ranft die verschiedenen Klangmöglichkeiten der Orgel an Hand unterschiedlicher Orgelkompositionen von Girolamo Frescobaldi (ca. 100 Jahre vor Bach), Dietrich Buxtehude (norddeutscher Orgelbarock vor Bach) sowie au der deutschen Orgelromantik.

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Die neue Großschönauer Orgel

Am 19. Oktober wurde die neue Orgel  der Großschönauer Kirche in Dienst gestellt und feierlich eingeweiht. Das ist für die Kirchgemeinde  ein herausragendes Ereignis nicht nur des finanziellen und arbeitsmäßigen Aufwandes wegen. Die neue Orgel wird für lange Zeit die Innenansicht der Großschönauer Kirche und die musikalischen Aktivitäten der Kirchgemeinde mit prägen.

Erbaut wurde die Orgel von der Orgelbauwerkstatt Ekkehart Groß, Waditz bei Bautzen. Sie ist der 17. Neubau in der 20jährigen erfolgreichen Firmengeschichte. In dieser Zeit wurde von dieser Firme eine stattliche Reihe von Restaurierungen historischer Orgeln von z.T. namhaften Erbauern durchgeführt.

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Kantor Richard Schiffner zum 125. Geburtstag

Von allen Kantoren und Organisten, die in Großschönau Dienst taten, war Richard Schiffner der bedeutendste wegen seiner herausragenden Leistungen als Organist und Komponist mit überregionaler Ausstrahlung Deshalb soll an dieser Stelle an ihn erinnert werden.

Richard Schiffner wurde am 12. August 1889 in Großschönau geboren. Das elterliche Haus, in dem er seine Kinder- und Jugendzeit sowie die späteren Lebensjahre verbrachte, befindet sich in der Theodor-Haebler-Straße (Nr.36). Nach dem Besuch der Volksschule in Großschönau ermöglichten ihm seine Eltern 1904 den Eintritt in das Lehrersemiinar in Löbau. Schon frühzeitg regte sich sein Interesse für Musik. Den ersten Klavierunterricht erteilte ihm der Kgl. Musikdirektor Hermann Wenzel, Großschönau, der als Chorleiter und Komponist von Klaviermusik hervorgetreten war. In die Zeit seines Lehrerstudiums fallen seine ersten Kompositionen für Klavier. Nach Abschluß der Ausbildung am Lehrerseminar Löbau war Schiffner kurzzeitig als Lehrer in verschiedenen Orten der Oberlausitz tätig. Aus der Seminarzeit rührt auch seine Freundschaft mit dem Oberlausitzer Schriftsteller Oskar Schwär her. Mit der Erzählung „Bach in Mummelswalde“ setzte Schwär Schiffner später ein literarisches Denkmal, jedenfalls passt die Beschreibung haargenau auf Richard Schiffner.

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Montage der Orgel in Bildern

Am 02. Juni begannen die Montagearbeiten der neuen Orgel in der Kirche Großschönau. Um einen kleinen Einblick über den Verlauf der Arbeiten zu geben, besuche ich regelmäßig die Baustelle in der Kirche. Im Monat Juni kam der Orgelbau gut voran. Schon jetzt sind Aussehen und Größe der Orgel nicht nur mehr erahnbar, sondern sichtbar.

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Orgelbau Ekkehart Groß

Die Orgelbaufirma Groß besteht erst seit 1990 und ist in Waditz, Ortsteil von Steindörfel, zwischen Hochkirch und Bautzen ansässig. Ekkehart Groß studierte zunächst Kirchenmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden (1976-80). Es schloss sich eine Ausbildung zum Orgelbauer in der Firma Hermann Eule, Bautzen, an. Ab 1984 war Ekkehart Groß als Orgelreparateur in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen tätig. Nach der politischen Wende machte sich Ekkehart Groß 1990 selbständig. Er gründete eine eigenen Orgelbauwerkstatt in Waditz „Ekkehart Groß & Johannes Soldan GbR“, die er ab 2007 allein führt. Die Werkstatt nahm eine beachtliche Entwicklung. Gegenwärtig sind in ihr 10 Mitarbeiter und zwei Lehrlinge tätig. Die Liste der bislang restaurierten Orgeln und der Neubauten umfaßt ca. 100 Orgeln, dabei handelt es sich um kleinere Werke vor allem in Ostdeutschland. Prinzip bei allen Restaurierungen ist die Bewahrung der wertvollen klanglichen Substanz und auch der überlieferten verschiedenen technischen Systeme. Schöne Ergebnisse erzielte man beispielsweise in Elstra (Abraham-Strohbach-Orgel von 1755, Friedersdorf / OL Kreutzbach-Orgel von 1868, Großenhain Jehmlich-Orgel von 1901, Kamenz -Marienkirche Walcker-Orgel von 1891, Rötha Silbermann-Orgel von 1722, Herrnhut Schister-Orgel von 1957, Obercunnersdorf Schuster-Orgel von 1898 und Zittau Weberkirche Schuster-Orgel von 1890. Stilistisch fühlt sich Ekkehart Groß der sächsischen Orgelbautradition aus dem 18. und auch dem 19. Jahrhundert verbunden.

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Die Orgelbaufirma „A.Schuster u. Sohn“ in Zittau

Die Zittauer Orgerlbaufirma Schuster bestand über vier Generationen, Orgelbauer der Familie Schuster waren:

  1. Andreas Schuster

  2. Georg Schuster (Sohn von 1.)

  3. Ernst August Schuster (Sohn von 1.)

  4. Georg Schuster (Sohn von 3.)

  5. Richard Schuster (Sohn von 3.)

  6. Siegfried Schuster (Sohn von 4.)

  7. Gerhard Schuster (Sohn von 5.)

     

Andreas Schuster (1833-1918) begründete den Betrieb. Er erlernte den Beruf des Orgelbauers bei Leopold Kohl in Bautzen und arbeitete als Geselle zunächst in dessen Werkstatt. 1869 machte er sich in Zittau selbständig, die Werkstatt befand sich zuerst in der Inneren Oybiner Straße, dann in der Turnhallenstraße und schließlich bis zuletzt in der Löbauer Straße. Von Andreas Schuster sind wertvolle Schleifladenorgeln der Anfangszeit erhalten, die in den letzten Jahren restauriert wurden, z.B. in Großhennersdorf, Dürrhennersdorf oder in der Klosterkirche Zittau.

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Zu Besuch beim Orgelbauer in Waditz

Am 20. Februar unternahmen wir, fünf interessierte Großschönauer, einen Ausflug nach Waditz zu einem „Privatbesuch“ in der Orgelbauwerkstatt Ekkehart Groß in Waditz. Waditz ist ein kleiner Ort zwischen Hochkirch und Bautzen. In einem alten Dreiseitenhof ist die Orgelbaufirma Groß ansässig. Herr Orgelbaumeister Groß empfing uns sehr freundlich und nahm sich viel Zeit für eine Führung durch den Betrieb und für die Information zum Stand des Neubaus der Orgel für Großschönau. Erfreut konnten wir sehen, dass große Teile des Pfeifenwerks, der Windladen und der Spieltrakturen fertiggestellt sind und für den Transport nach Großschönau bereitstehen.

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Die Schuster-Orgel von 1949

Im Sommer 1947 erteilte die Kirchgemeinde den Auftrag zum Neubau einer Orgel auf der ersten Empore an die Firma A.Schuster u.Sohn, Zittau. Damit wurde die Vorgängerorgel von Schlag nach noch nicht einmal 50 Jahren abgelöst. Das hat eine Vorgeschichte. 1927 führte die Firma Schuster eine Generalreparatur der Schlag-Orgel durch, die Firma Schlag existierte nicht mehr. 1935 fand eine teilweise Umdisponierung statt: 5 neue Register wurden durch de Firma Schuster eingebaut, für 8 weitere Register wurde das vorbereitet. Die technische Anlage der Orgel blieb davon unberührt. Jedenfalls häuften sich 1947 die Klagen über Defekte und Mängel der Orgel.

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Die Orgelbaufirma Schlag und Söhne in Schweidnitz / Niederschlesien

Begründer des später führenden Orgelbauunternehmens in Schlesien mit einem fast kometenhaften Aufstieg war Christian Gottlieb Schlag (1805-89). Er war der Sohn eines Webers aus Staschwitz bei Zeitz. Den Beruf als Orgelbauer erlernte er in Schaftstädt/Thüringen. Nach seiner Zeit als Geselle bei verschiedenen Orgelbauern kam er 1831 nach Jauer zu Orgelbauer Kiesewalter, dessen Nachfolge er im gleichen Jahr antrat. 1832 gründete er mit seinen Brüdern Johann Karl und Heinrich, die er zu Orgelbauern ausgebildet hatte, eine gemeinsame Firma. 1869 schieden die Brüder aus dem Betrieb aus und gründete eine zweite Orgelbaufirma „Gebrüder Schlag“. Dafür traten die Söhne Theodor und Oskar Schlag in das Geschäft ein, das fortan den Namen „Schlag und Söhne“ führte. Der Betrieb, der 1834 von Jauer nach Schweidnitz umzog, entwickelte sich zur bedeutendsten schlesischen Orgelbaufirma in bezug auf Quantität als auch Qualität der gebauten Orgeln.

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Die Schlag-Orgel von 1898

In der „Neuen Sächsischen Kirchengalerie Diöcese Zttau“ wird über den Neubau von 1898 berichtet.:“Die wichtigste Erneuerung dieses Jahres bestand in dem Bau einer neuen Orgel, ausgeführt von den Hoforgelbauern Schlag und Söhne in Schweidnitz in Schlesien. Die Orgel, nach pneumatischem System erbaut, besitzt zwei Mauale, ein Pedal und 32 klingende Stimmen, und zwar: (Disposition zitiert nch Fritz Oehme)

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Die Orgelbauerfamilie Tamitius

Das „Lexikon Norddeutscher Orgelbauer“ nennt vier Träger dieses Namens. , wobei die Quellendokumente auch die Schreibweisen Tomnitz, Domitz ind Damitius aufweisen. Tamitius ist die lateinisierte Form von Damitz. Die Familie Damitz stammte aus dem Dorf Döhlen bei Dresden, heute existiert dieses Dorf nicht mehr, es befand sich im Stadtgebiet vom heutigen Freital.

Andreas Tamitius (1633-1700) war der Sohn eines Pfarrers. Als Geselle ging er auf Wanderschaft und kam bis in die Niederlande, wo er das Orgelbauhandwerk erlernte. 1665 ist er als „Churfürstlich-Sächsischer Hof-Orgelmacher“ in Dresden nachweisbar. Obg. Lexikon zählt eine stattliche Reihe von ihm erbauter Instrumente auf. Sein Sohn Johann Gottfried Tamitius (1671-1740) war zeitweilig als Orgelbauer in Zittau und später in Cottbus tätig. Dessen Bruder J o h a n n G o t t l i e b T a m i t i u s (geb.1691 in Dresden, gest. 1769 in Zittau) erlernte die Orgelbaukunst in Saalfeld/Thüringen.

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Rückbau der alten Orgel beendet

In den letzten Monaten wurde das Gehäuse der alten Orgel in Eigenleistung durch die Kirchgemeinde zurückgebaut. Dabei wurde auch der Fußboden auf teilen der Orgelempore entfernt. In wenigen Tagen soll der notwendige Umbau der Empore durch eine Zimmermannsfirma beginnen. Dabei wird auch der Fußboden instandgesetzt und die Kirche für den Einbau des neuen Instrumentes vorbereitet.

Wann der Einbau beginnt ist noch offen – allerdings sollen die Zimmermannsarbeiten bis Weihnachten abgeschlossen sein, so das die Empore, wenn auch ohne die Orgel, genutzt werden kann. Eine weitere schwierige Aufgabe die es zu bewältigen gibt, ist der Transport des Spieltisches aus der Kirche, vor allem aber von der Empore. Zukünftig soll der Spieltisch einen Platz im Damast und Frottiermuseum bekommen und so der Nachwelt erhalten bleiben. 

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Die Tamitius-Orgel von 1747

Es war die zweite Orgel in der Großschönauer Kirche. Über die erste Orgel, die noch aus der alten Kirche stammte, ist wenig bekannt. Sie soll 11 Register auf einem Manual und dem Pedal enthalten haben und 1747 für 100 Reichstaler nach Oberseifersdorf verkauft worden sein.
Auch über die Tamitius-Orgel gibt es keine Akten (Kontrakt, Abnahmeprotokoll, Festschrriften oder Gedichte zur Einweihung) mehr. Über den Bau der Tamitius-Orgel berichtet Ortschronist Kahlert in seiner „Zeit- und Ortsgeschichte von Großschönau“ (1887), allerdings ohne Quellenangabe: „Das Orgelchor in der Höhe der mittleren Empore ward in Jahre 1845 neu gebaut. Bei Einreißung des alten Chores, welches dann auf dem Friedhofe verauktioniert wurde, fand man zwischen zwei zusammengenagelten Brettern den Namen des Tischlers („Mstr. Langers aus Zittau, den 19. August 1747“), welcher im Jahre 1747 das Orgel- und Gerichtschor neu erbaute.

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Die Orgellandschaft Oberlausitz

Die ältesten Orgeln in der Oberlausitz befanden sich in der Görlitzer Peterskirche (1298) und im Bautzener Dom (1361). 1502 baute Burkhard Dinstlinger aus Breslau eine neue Orgel für den Bautzener Dom , dabei half ihm Blasius Lehmann, der dann als erster selbständiger Orgelbauer in Bautzen nachweisbar ist. Von diesen ältesten Orgeln ist nichts mehr erhalten.

Die Oberlausitz gehörte bis zum 30jährigen Krieg (1620) zum Königreich Böhmen und daher ist es nicht verwunderlich, dass böhmische Orgelbauer in der Oberlausitz wirksam wurden . So erbaute Albrecht Rudner aus Budweis 1577 eine Orgel für Peterskirche zu Görlitz. 1635 kam die Oberlausitz infolge der Kriegsereignisse, insbesondere der Schlacht am Weißen Berg bei Prag endgültig zu Sachsen und sächsische Orgelbauer gewannen an Bedeutung.

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Kleiner Streifzug durch die Geschichte der Orgel

Die Orgel hat eine über 2000jährige Geschichte hinter sich. „Orgel“ ist auch kein deutsches Wort, es leitet sich ab vom griechischen „ergon“= Werk bzw. „organon“ = Werkezeug zur Klangerzeugung. Als Erfinder der Orgel gilt Ktesebios von Alexandrien, der im 2. Jh. V.Chr. lebte. Seine „Hydraulis“= Wasserorgel funktionierte auf niedrigem technischen Niveau wie eine moderne Orgel, zur Stabilisierung des Winddruckes schloß er einen Wasserbehälter an. Die  Römer übernahmen die Orgel von den Griechen und brachten sie nach Westeuropa Benutzt wurden die relative kleinen und tragbaren Werke wohl als Signalinstrumente bei öffentlichen Feiern oder Volksfesten. Nachrichten und Sachzeugen aus der Frühzeit der Orgel sind sehr spärlich überliefert.  Einige wenige Daten: 757 erhielt Pippin d. J. (der Vater Karls des Großen) eine Orgel aus Byzanz zum Geschenk, 826 ist eine Orgel im Kaiserpalast zu Aachen vorhanden, für 980 ist in Winchester (England) eine Orgel mit 400 Pfeifen nachgewiesen.

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Kleine Orgelkunde...

Die neue Orgel soll 34 Register auf zwei Manualen und Pedal mit mechanischer Spiel- und Registertraktur erhalten. Wer das hört oder liest und kein Eingeweihter in Sachen Orgel ist, wird diese Begriffe wahrscheinlich nicht ganz verstehen. Deshalb einige kurze Informationen dazu.

Wer eine Orgel betrachtet, sieht den P r o s p e k t, die Schauseite, das Gesicht der Orgel. Was sich dahinter alles verbirgt, ist nicht erkennbar. Nun sind Orgeln keine Serienprodukte, jede Orgel ist in ihrer Art einmalig bzgl. Größe, Intonation und Charakter. Alle Orgeln bestehen aus drei Baugruppen: aus der Windversorgung und den Windladen, dem Pfeifenwerke und den Trakturen.

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Eine neue Orgel für Großschönau

Gedanken und Erinnerungen zum Orgelneubau...
Angesichts der Finanz- und Währungskrise, der damit zusammenhängenden Unwägbarkeiten und insbesondere der Deindustrialisierung und des Bevölkerungsschwundes in unserer Oberlausitz ist ein Orgelneubau ein großes Wagnis. Die letzte größere neue Orgel wurde 1994 in Ebersbach eingeweiht. Der Kirchenvortand hat sich für einen Neubau in Großschönau entschieden und die Orgelbauwerkstatt Groß in Waditz bei Bautzen erhielt den Auftrag. Das ist auch ein starkes Signal gegen Resignation und Gleichgültigkeit! Inzwischen haben die Orgelbauer einen beträchtlichen Teil der wertvollen Pfeifenreihen aus der alten Orgel ausgebaut und zur Aufarbeitung für den Wiedereinbau in die Werkstatt gebracht. Bald wird die alte Orgel gänzlich abgetragen werden, um Platz für die neue zu machen.

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Der Rückbau der Orgel hat begonnen

Am Mittwoch, den 03. April 2013 begannen die Rückbauarbeiten an der Orgel. Mitarbeiter der Orgelbaufirma Groß aus Kubschütz entfernten einen großen Teil der Register. Einige wenigen sollen nach Aufarbeitung in das neue Instrument übernommen werden.

Nach dem vollständigen Ausbau der Register soll das dann leere „Gehäuse” in Eigenleistung zurückgebaut werden. Handwerklich begabte sind dazu willkommen! Einen genauen Termin über den Zeitpunkt gibt es noch nicht, ich werde ihn aber zu gegebener Zeit hier veröffentlichen.

Übrigens: Auf der Internetseite (http://www.orgelbau-gross.de/ ) finden Sie alle Informationen über die Orgelbaufirma aus Kubschütz.

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Das letzte Orgelkonzert

Am ersten Weihnachtsfeiertag erklang in der Ev.-luth. Kirche zu Großschönau das traditionelle Orgelkonzert. Über hundert Gäste besuchten das auf dieser Orgel gespielte, letzte Konzert. Gerd Brandler spielte Werke von Louis Marchand, Henry Purcell, Johann Sebastian Bach, Christian Robert Pfretzschner, Richard Schiffner, Max Reger sowie Sigfrid Karg Elert. Im kommenden Jahr wird die jetzige Orgel durch einen Orgelneubau ersetzt. Der Rückbau der Orgel soll nach Ostern erfolgen und die neue Orgel 2014 eingeweiht werden. Um die letzten musikalischen Werke welche auf dieser Orgel gespielt wurden für die Nachwelt zu erhalten, habe ich das Konzert mitgeschnitten und stelle es allen Interessierten hier zur Verfügung. 

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So wird Großschönaus neue Orgel aussehen

Orgelneubauten sind sehr selten geworden. Für die Kirche in Großschönau werden die Pläne jetzt konkret – und teuer. Sie wird vergleichsweise schlicht und modern aussehen, die neue Orgel für die Großschönauer Kirche. So hat man sich im Ort entschieden, und damit ist auch Ludwig Ritter zufrieden. „Welche Epoche hätte man denn nachbauen sollen?“ fragt der 70-Jährige, der Mitglied im Förderverein und im Kirchenvorstand ist. Denn immer wieder ist die Großschönauer Kirche umgebaut worden. Und auch die Orgeln wechselten. Die letzte Orgel stammt aus den Jahren 1947 bis 1949. Warum so kurz nach dem Krieg ein neues Instrument eingebaut werden musste, weiß man heute nicht mehr zu sagen. Dabei war das Vorgänger-Instrument damals erst rund 50 Jahre altHeute ist es so, dass die Orgel dringend repariert werden müsste. Das aber würde zu viel Geld kosten, um wirklich sinnvoll zu sein. Das jetzige Instrument ist in den Nachkriegsjahren aus Teilen von sechs verschiedenen Orgeln zusammengebaut worden, und zuletzt wurden nur noch die nötigsten Reparaturen vorgenommen, damit die Orgel weiter bespielt werden kann. Die Technik ist in die Jahre gekommen, und die Kirchgemeinde hat entschieden, ein neues Instrument anzuschaffen.

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Spendenaufruf zum Neubau der Orgel in der Kirche

Sie kennen sicher die Kirche Großschönau. In den letzten Jahren ist es gelungen, die Kirche innen und außen zu sanieren, so dass sie heute in schmuckem Zustand präsentieren kann. Nun steht der Orgelneubau auf dem Plan. Bereits seit der letzten großen Sanierung 1994/1995 wurde dem Kirchenvorstand von Orgelsachverständigen dringend ein Neubau empfohlen. Beim letzten großen Umbau 1948 wurden elektrotechnische Teile verwendet, die heute hoffnungslos veraltet und nicht mehr aufarbeitbar sind. Die Baugenehmigung vom Landeskirchenamt ist erteilt und sieht den Neubau einer mechanischen Orgel mit einer Bausumme von 450.000 Euro vor. Durch Zuweisungen der Landeskriche, Haushaltsmittel der Kirchgemeinde, Spenden sowie Aktivitäten des Fördervereins wurden bereits 270.000 Euro gesammelt. Somit bleibt eine Differenz von 180.000 Euro, die in den nächsten zwei Jahren aufzubringen sind. Der Neubau ist für2013/2014 geplant.

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Orgel in der Barockkirche ist nicht mehr zu retten

Der Vorsitzende des Fördervereins der Großschönauer Kirche, Lothar Hommel, hat es jetzt schwarz auf weiß: Die Orgel der Kirche ist nicht reparabel. Das hat jetzt ein Gutachter und Orgelsachverständiger festgestellt. Damit muss sich die Kirchgemeinde auf einen Neubau einstellen. Seit der Einweihung der Kirche wäre das bereits die fünfte Orgel, die die Gemeinde musikalisch bei den Gottesdiensten und darüber hinaus begleitet. Die heutige Orgel wurde 1949 eingeweiht, 1978 und 1984 repariert und 1995 einer Generalüberholung unterzogen. Lothar Hommel sagt: „Eine neue Orgel kostet an die 300000Euro. Das ist allein nicht zu schultern.“ Deshalb könne die Kirchgemeinde die Neuanschaffung nicht in die kurzfristige Finanzplanung aufnehmen.
 

Wann tatsächlich eine neue Orgel in der Kirche erklingt, stehe somit noch nicht fest.

Quelle: Sächsische Zeitung