Die den HERRN lieb haben sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht! (Richter 5,31)

Spendenaufruf zum Neubau der Orgel in der Kirche

Sie kennen sicher die Kirche Großschönau. In den letzten Jahren ist es gelungen, die Kirche innen und außen zu sanieren, so dass sie heute in schmuckem Zustand präsentieren kann. Nun steht der Orgelneubau auf dem Plan. Bereits seit der letzten großen Sanierung 1994/1995 wurde dem Kirchenvorstand von Orgelsachverständigen dringend ein Neubau empfohlen. Beim letzten großen Umbau 1948 wurden elektrotechnische Teile verwendet, die heute hoffnungslos veraltet und nicht mehr aufarbeitbar sind. Die Baugenehmigung vom Landeskirchenamt ist erteilt und sieht den Neubau einer mechanischen Orgel mit einer Bausumme von 450.000 Euro vor. Durch Zuweisungen der Landeskriche, Haushaltsmittel der Kirchgemeinde, Spenden sowie Aktivitäten des Fördervereins wurden bereits 270.000 Euro gesammelt. Somit bleibt eine Differenz von 180.000 Euro, die in den nächsten zwei Jahren aufzubringen sind. Der Neubau ist für2013/2014 geplant.

 

 

Vielleicht ist es Ihnen möglich, den Orgelneubau mit einer Spende zu unterstützen. Jeder Betrag, ob groß oder klein, hilft uns weiter. Es ist auch möglich, einen kleinen Betrag als Dauerauftrag zu spenden. Möchten Sie spenden, überweisen Sie die Spende bitte auf folgendes Konto: 


Inhaber: Förderverein Kirche Großschönau
Bank: SPK Oberlausitz-Niederschlesien
Konto: 3000026605
BLZ 85050100
Verwendungsweck: Orgelspende RT3204

Bitte vergessen Sie den Verwendungszweck nicht. (Inkl. Der Rechtsträgernummer)


Natürlich können Sie auch persönlich während der Öffnungszeiten der Pfarramtskanzlei oder in Briefumschlag mit der Kollekte spenden. Wenn Sie eine Spendenquittung benötigen, melden Sie sich im Pfarramt Großschönau.


Kirchgemeinde Großschönau-Waltersdorf
Hauptstr. 55
02779 Großschönau
Tel: 035841/ 35776
Fax: 035841/ 67715 
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Es grüßt Sie ganz herzlich, auch im Namen des Kirchenvorstandes, sowie des Fördervereins

Pfarrer Klaus Seyfried


Die Geschichte der Großschönauer Orgel

Im folgenden möchte ich noch ein paar geschichtliche Daten zur Orgel in der Kirche Großschönau geben. Wie immer auch an dieser Stelle meine Bitte an die Leser: Wenn Sie Bildmaterial, Dokumente oder einfach nur „Wissen“ über die Orgel haben, teilen Sie dieses mit anderen und stellen Sie das Material zur Verfügung. Vielen Dank – Frank Schaaf

In den drei Jahrhunderten seit der Einweihung der Kirche begleiteten vier Orgeln den Gesang der Kirchgemeinde und gestalteten die Gottesdienste und Veranstaltungen musikalisch aus.

Erste Orgel Da die Kosten des Neubaues der Kirche so gering wie möglich gehalten werden mussten, wurden sehr viele Dinge aus der alten Kirche übernommen, so auch die Orgel. Sie war mit einem Manual, einem Pedal und elf Registern bestückt. 1747 wurde sie für 100 Taler an die Kirchgemeinde Oberseifersdorf verkauft. 


Zweite Orgel Johann Gottlieb Tamitius erbaute 1747 diese Orgel und rüstete sie mit zwei Manualen, einem Pedal, sowie mit 28 Registern aus, zwölf im Hauptwerk, elf im Oberwerk und fünf im Pedal. Die Orgel wurde vor allem mit Spenden von Gliedern der Kirchgemeinde finanziert. Umfangreiche Reparaturarbeiten mussten an dem Instrument in den Jahren 1808 und 1831durchgeführt werden.


Dritte Orgel 1898 nach 152 Jahren wurde die Tamitius Orgel abgerissen und durch eine neue ersetzt, die von der Firma Schlag & Söhne erbaut war. Diese Orgel hatte im ersten und zweiten Manual jeweils 13 Register und im Pedal 8 Register. Der Prospekt wurde von der Möbeltischlerei Richter hergestellt und die Gesamtkosten für das Instrument beliefen sich auf 12 373,84 Mark.1926 erhielt die Orgel bei einer Generalüberholung ein Magazingebläse, welches mit einem Elektromotor betrieben wurde. 


Vierte Orgel Sie wurde von der Firma Schuster & Sohn erbaut und war verbunden mit umfangreichen Sanierungsarbeiten am Dachstuhl über dem Instrument. Die mit Hängeeisen am Dachstuhl befestigte zweite Empore auf der Westseite wurde gänzlich entfernt und die Orgel auch wegen der besseren Beschallung der Kirche auf die erste Empore verlegt. Eineinhalb Jahre dauerte der Neubau des Instrumentes, das am 29. Mai 1949 eingeweiht wurde. Allerdings ist der Prospekt, ein schlichter Holzverschlag, auf Grund des Materialmangels der Nachkriegszeit sehr dürftig ausgefallen. Die Orgel verfügt über 2700 Pfeifen, der Spieltisch über drei Manuale und ein Pedal. Die 43 Register gliedern sich wie folgt: Hauptwerk 13 Register, Rückpositiv 6, Oberwerk 14und Pedal 10 Register. Der Orgelneubau einschließlich des Umbaus der Emporen kostete 45 000Reichsmark. Die Gemeinde konnte diese Summe in jener wirtschaftlich schwierigen Zeit nur durch eine große Spende eines ehemaligen Gemeindegliedes, welches dann in New York lebte, aufbringen. Größere Reparaturen wurden an dem Instrument 1978, 1984 und eine Generalüberholung 1995 durchgeführt. Auch heute und hoffentlich noch viele Jahre erklingt diese Orgel nicht nur in unseren Gottesdiensten zur Ehre Gottes.