Der HERR wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. (Psalm 121,3)

Die Geschichte der Kirche Großschönau

Die Anfänge der Besiedelung und die Gründung des Dorfes Großschönau werden auf das 13. Jahrhundert datiert. Genau nachweisen lässt sich dies allerdings nicht. Die erste urkundliche Erwähnung des Kirchdorfes Großschönau ist für das Jahr 1352 belegt. Eine Kirche hat zu dieser Zeit sicher schon gestanden, auch wenn sich erst 1384 eine solche für unseren Ort urkundlich nachweisen lässt. Die Kirche gehörte damals zum Zittauer Dekanat, dem Bunzlauer Archidiakonat, und zum Erzbistum Prag. Es wird vermutet, dass es eine kleine Holzkirche mit Steinmauerfundament gewesen ist, die am Fuße des Hutberges auf dem Gebiet des späteren "Instituts" ( heute D.-Goldberg-Str. 17 ) gestanden hat. Die zweite Kirche wurde um 1500 an der Stelle gebaut, wo unsere heutige Kirche steht. Ein Türschlussstein mit der Jahreszahl 1546, der bei Umbauarbeiten im Jahr 1898 gefunden wurde, ist ein Beleg dafür, dass die Kirche zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall schon gestanden hat.

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Die Geschichte der Großschönauer Orgel

In den drei Jahrhunderten seit der Einweihung der Kirche begleiteten vier Orgeln den Gesang der Kirchgemeinde und gestalteten die Gottesdienste und Veranstaltungen musikalisch aus. Erste Orgel Da die Kosten des Neubaues der Kirche so gering wie möglich gehalten werden mussten, wurden sehr viele Dinge aus der alten Kirche übernommen, so auch die Orgel. Sie war mit einem Manual, einem Pedal und elf Registern bestückt. 1747 wurde sie für 100 Taler an die Kirchgemeinde Oberseifersdorf verkauft. Zweite Orgel Johann Gottlieb Tamitius erbaute 1747 diese Orgel und rüstete sie mit zwei Manualen, einem Pedal, sowie mit 28 Registern aus, zwölf im Hauptwerk, elf im Oberwerk und fünf im Pedal. Die Orgel wurde vor allem mit Spenden von Gliedern der Kirchgemeinde finanziert. Umfangreiche Reparaturarbeiten mussten an dem Instrument in den Jahren 1808 und 1831 durchgeführt werden. Taumitiusorgel 1897 Dritte Orgel 1898 nach 152 Jahren wurde die Tamitius Orgel abgerissen und durch eine neue ersetzt, die von der Firma Schlag & Söhne erbaut war. Diese Orgel hatte im ersten und zweiten Manual jeweils 13 Register und im Pedal 8 Register.

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Die Geschichte der Großschönauer Glocken

Nach Fertigstellung der Kirche 1705 wurden zunächst die drei Glocken aus der alten Kirche übernommen. Die kleine Glocke, die aus dem 15. Jahrhundert stammt, musste auf Grund des starken Verschleißes 1718 eingeschmolzen und neu gegossen werden. Die große Glocke, die schon 1694 umgegossen wurde, weil sie im Jahr zuvor zersprungen war, bekam während des Pfingstläutens am 21. Mai 1752 erneut einen Riss. Die Stadt Zittau machte der Gemeinde Großschönau den Vorschlag neue Glocken zu finanzieren, wenn die Gemeinde bei jedem Läuten einen Geldbetrag an die Stadt Zittau entrichtet. Dieses Angebot lehnte die Kirchgemeinde ab und ließ ihrerseits zwei neue Glocken in einer Gießerei in Dresden herstellen. Dazu wurden die kleine und die große Glocke eingeschmolzen. Die beiden neugegossenen Glocken waren größer und schwerer als ihre Vorgänger, deshalb wurde die bisherige mittlere Glocke, die einzige, die noch aus dem 15. Jahrhundert stammt, zur Kleinen Glocke.

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Die Pfarrer

Angestellte Mitarbeiter im Verkündigungsdienst in Großschönau  - Die Pfarrer 

1512 - 1541 Pfarrer Donatus Schmosnigk 
1541 - 1543 Pfarrer Peter Behrs 
1543 - 1568 Pfarrer Erasmus Ansorge Erster ev.Pfarrer 
1568 - 1617 Pfarrer Wolfgang Engelmann 
1617 - 1644 Pfarrer Oswald Schmidichen 
1644 - 1648 Pfarrer Jodokus Willich 
1648 - 1663 Pfarrer Michael von Lankisch 
1663 - 1674 Pfarrer David Porsche 
1674 - 1691 Pfarrer Elias Wünsche 
1691 - 1696 Pfarrer Georg Eckardt 
1697 - 1725 Pfarrer Johann Christian Kübel Erster Pfarrer, der in unserer heutigen Kirche Gottes Wort verkündigte. 
1725 - 1729 Pfarrer Michael Friederici 
1729 - 1757 Pfarrer Johann Gottlob Hellwig 
1757 - 1795 Pfarrer Karl Gotthelf Hellwig

1795 - 1796 Pfarrer Christian Adolph Pescheck 
1797 - 1799 Pfarrer Christian Friedrich Richter 
1799 - 1800 Pfarrer Karl Heinrich Samuel Jentsch 
1800 - 1809 Pfarrer Carl Heinrich Gottfried Lommatzsch 
1809 - 1837 Pfarrer Carl Friedrich Sintenis - 11 - 
1838 - 1866 Pfarrer Gustav Heinrich Samuel Jentsch 
1885 - 1923 Pfarrer Karl Emil Brußig Die größer gewordene Gemeinde ermöglichte ab 1888 die Besetzung einer zweiten Pfarrstelle 
1888 - 1934 Pfarrer Alexander Richard Krohn 
1926 - 1930 Pfarrer Otto Blumentritt 
1930 - 1939 Pfarrer Johannes Jentsch 
1934 - 1936 Pfarrer Gerhard Kretzschel 
1936 - 1948 Pfarrer Wolfgang Thieme 
1947 - 1954 Pfarrer Helmut Kanig 
1948 - 1971 Pfarrer Oswald Husar 
1955 - 1960 Pfarrer Gerhard Böhme 
1960 - 1966 Pfarrer Siegfried Haberland 
1968 - 1978 Pfarrer Wolfgang Leßmann Als Pfarrer Husar 1971 in den Ruhestand ging, wurde die 2. Pfarrstelle, wegen der gesunkenen Gemeindegliederzahlen nicht mehr besetzt. 
1979 - 1990 Pfarrer Alfred Hempel
1992 - 2014 Pfarrer Klaus Seyfried 
2014 Pfarrer Gerd Krumbiegel

Die Kirchschulmeister und Kantoren

Die Kirchschulmeister, die den musikalischen Dienst in der Kirchgemeinde versahen und später Organisten oder Kantoren genannt wurden sind folgende: 

1699 - 1700 Johann Christoph Schlesier 
1709 - 1727 Christian Krumpholz 
1727 - 1779 Johann Friedrich Goldberg 
1779 - 1805 Tobias Lange 
1805 - 1830 Ernst Irosius Merkel 
1831 - 1880 Johann Gottlob Bischoff 
1880 - 1907 Herrmann Ferdinand Herrlich 
1097 - 1933 Paul Israel 
1934 - 1970 Richard Schiffner 
1970 - 1979 Werner Schwarze 
1982 - 1988 Eva Hudewenz 
1990 - Michael Tittmann

 

Die Gemeindehelfer, Katechetinnen und Diakone

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Kirche durch den sozialistischen Staat verboten in den Schulen die christliche Unterweisung durchzuführen. So wurden die Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse in der Christenlehre in Räumen der Kirchgemeinden unterrichtet. Für Großschönau lassen sich im katechetischen Bereich folgende Anstellungen belegen: 


1947 - das Ende der Tätigkeit ist nicht genau feststellbar Elfriede Gersch
unbekannter Beginn der Anstellung - 1956 Margarethe Jentsch 

1950 - 1970 Charlotte Witzmann
1970 - 1977 Gundula Leßmann
1970 - 1979 Werner Schwarze ( Kantordiakon )
1979 - 1986 Melanie Hempel
1986 - 2012 Arno Gellrich
2012 Richard Vogel