Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? (Psalm 42,4)


In Gottes Kardiologie

Tagesimpuls für den 27. März

Liebe Gemeindeglieder und Gäste,
der Vers für heute steht beim Propheten Jeremia und beginnt mit einer Feststellung über unser menschliches Herz: „Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen? Ich, der Herr, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeden nach seinem Tun.“ Beim ersten Hören nickt man. Wer kennt es nicht, das trotzige Herz? Wer Kinder hat, weiß wie eine „Trotzphase“ aussieht. Allerdings will dazu die zweite Eigenschaft „verzagt“ nicht recht passen. Verzagen könnten da höchstens die Eltern, wenn das Kind mit dem Trotzkopf durch die Wand will. Untersuchen wir die Eigenschaften genauer, dann zeigt sich, dass die Elberfelder Bibelübersetzung hier das Hebräische genauer wiedergibt als Luther: „Trügerisch ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar ist es. Wer kennt sich mit ihm aus?“ Das passt auch besser zusammen. Ob und wie sehr unser Herz trügerisch ist, das merken wir dann, wenn es schwierig wird; wenn wir nicht lange abwägen können, sondern zum Handeln gezwungen sind; auch in der Begegnung mit Situationen wie der heutigen Krise. Wieviele, die vor wenigen Wochen noch über Hamstereinkäufe den Kopf geschüttelt hätten, ertappen sich nun selbst dabei. Wenn es hart auf hart kommt, da ist das Herz plötzlich zu Regungen fähig, die man sich selbst nicht zugetraut hätte. Man täuscht sich eben nicht nur im anderen, sondern oft genug auch in sich selbst! Was uns nun verborgen ist, das liegt vor Gott offen. Er kennt unser Herz; er ist der Arzt, der in die EKG-Kurve unseres Herzens schaut, nickt und weiß, was unser Herz aus dem Takt bringt und es vor Furcht rasen lässt. Manchmal ist unser Herz auch so kaputt, dass wir uns selbst abschreiben. Was würde uns Gott als Chefkardiologe heute raten? Zuerst einmal: Es gibt einen Chefkardiologen, der Herzen heilen kann. Davon erzählt der Vers aus dem Neuen Testament: „…wenn uns unser Herz verdammt, ist Gott größer als unser Herz“. Nicht unser trügerisches Herz spricht das letzte Wort über uns, sondern Gott! Und damit beginnt ein Weg, der in Hebr. 13,9 so beschrieben wird: „…denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.“ SEINE Gnade, das ist dieser Tage die verlässlichere Grundlage als das schwankende und aufgewühlte eigene Herz.
Mit den besten Wünschen, Ihr Pfr. Gerd Krumbiegel

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Pfarrer Gerd Krumbiegel
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Pfarrhaus Hainewalde
Bergstraße 27
02779 Hainewalde
Tel: 035841 37742
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sowie nach Terminvereinbarung

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