Es ist nicht eins dahingefallen von allen seinen guten Worten, die der HERR geredet hat durch seinen Knecht Mose. (1.Könige 8,56)


Gut gerüstet Teil 2 - Der Schild des Glaubens

Predigt über Epheser 6,16 am 07.07.2024 - Der Schild des Glaubens - in Hainewalde
von Pfr. Gerd Krumbiegel (unter besonderer Verwendung einer Vortragsreihe von W. Nestvogel)


Liebe Gemeinde,
wir setzen heute mit der Predigtreihe fort, und gehen weiter dem Thema der Waffenrüstung Gottes nach. Am Eingang haben Sie den Text mit dem Bibelabschnitt erhalten, um den es geht. Ich möchte uns den Text zu Beginn lesen. Paulus schreibt an die Gemeinde in Ephesus:

10 Zuletzt: Werdet stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.
  11 Zieht an die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. 12 Denn unser Kampf geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Machthaber, gegen die Ge­wal­ten, gegen die Weltenherrscher dieser Fins­ternis, gegen die bösen Geister unter dem Himmel. 13 Deshalb ergreift die ganze Waffen­rüs­tung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Wider­stand leisten und, wenn ihr alles vollbracht habt, fest stehen könnt. 
  14 So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerecht­igkeit 15 und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens. 16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr aus­löschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, 17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. 
  18 Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen 19 und für mich, dass mir das Wort ge­geben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, 20 dessen Bote ich bin in Ketten, dass ich mit Freimut davon rede, wie ich es muss.

Liebe Gemeinde,
ich möchte ein paar wenige Punkte von unserem letzten Nachdenken (s. Predigt vom 23.6.) über diesen Text in Erinnerung rufen. Denn es ist ja schon erklärungsbedürftig, dass wir in einer Zeit, die unter Krieg leidet, von Waffenrüstung sprechen.
  Das erste, was wir gesehen hatten: Hier geht es nicht um den Aufruf Gewalt auszuüben. Das wird deutlich an drei Punkten: Es kommt in diesen Versen das Tätigkeitswort "kämpfen" nicht vor, am häufigsten ist das (im Ausdruck kursiv gesetzte) Wort: stehen, bestehen bzw. widerstehen. Wir stehen also in einer Auseinandersetzung und sollen dafür durch den Glauben ausgerüstet werden. Und diese Auseinandersetzung ist nicht mit Gewalt gegen Menschen zu führen, sondern ist geistlich zu bestehen, darum heißt es: "Unser Kampf geht nicht gegen Fleisch und Blut." Und da sind schließlich die sechs Rüstungsgegenstände selbst. Sie sind beschrieben in den am weitesten nach rechts eingerückten Zeilen (V. 14-17). Fünf von ihnen haben rein defensiven Charakter und nur das Schwert lässt sich auch offensiv nutzen, wird aber sofort als Schwert "des Geistes" entmilitarisiert. Weitere übliche Angriffswaffen wie: Schleuder, Pfeil und Bogen sowie Lanze und Speer nimmt Paulus erst gar nicht in die Aufzählung auf.
  Die Situation des Kampfes, in dem wir stehen, wird in den Versen 11–13 beschrieben. Paulus beschreibt die Realität des Bösen (ausführlicher siehe Predigt vom 23.6.), dem wir mit unseren menschlichen Möglich­keiten nicht standhalten können, wir brauchen dazu Kraft und Fähigkeiten von Gott, um hier zu bestehen. Ein Beispiel:
  "Er gehörte zu den beliebtesten Generälen des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges des 19. Jahrhunderts. Viele Soldaten nannten ihn einfach: Onkel John. Und Onkel John war kein anderer als der bekannte General John Sedgwick. (vgl. dazu auch: https://de.wikipedia.org/wiki/John_Sedgwick) An diesem 8. Mai 1864 besuchte General Sedgwick eine Gefechtstruppe der Nordstaaten irgendwo in Virginia. Plötzlich eröffneten die gegnerischen Truppen der Südstaaten das Feuer, irgendwo aus ca. 1,5 km Entfernung und Sedgwicks eigene Soldaten gingen schnell in Deckung, denn sie hatten Angst. Sedgwick machte sich über die Vorsicht seiner Leute lustig und neckte seine Jungs und sagte: „Ha, aus der Entfernung treffen die Gegner nicht mal einen Elefanten.“ Schon pfiff das nächste Geschoss heran, aber Sedgwick nahm das immer noch nicht ernst: „Nicht mal einen Elefanten treffen die.“, wiederholte er.  Wenige Sekunden später hörte Sedgwicks Oberbefehlshaber einen dritten Einschlag. Er wandte sich sofort an den General um die Lage zu beraten, doch Sedgwick stürzte seinem Befehlshaber gewissermaßen in die Arme und war tot. Der General hatte nicht gewusst, dass die gegnerischen Truppen inzwischen über ein 45mm Kaliber Scharfschützengewehr verfügten, ein in England hergestelltes Wunderwerk damaliger Waffentechnik, mit dem man besonders gut zielen konnte, das ein teleskopisches Zielfernrohr hatte, und das kostete ihn das Leben. Der General meinte, keinen Schutz zu brauchen, weil er die Waffen des Gegners einfach unterschätzt hat. Und genau davor will Paulus uns bewahren und genau deshalb legt er uns in diesem Abschnitt die geistliche Waffenrüstung Gottes ans Herz, damit uns das im Sinne unserer seelischen Gesundheit nicht passiert."(1)
  
Im modernen Sinne könnte man auch von Resilienz sprechen, also wenn das Leben dich packt, wenn du Schweres bewältigen musst. Da steht die Frage im Raum: worauf greifst du dann zurück? Hast du einen Halt, eine Widerstandsfähigkeit, die sich nicht in der eigenen Kraft erschöpft, oder bist du ganz auf dich selbst zurückgeworfen? Paulus sagt, diese geistlichen Fähigkeiten, mit denen Gott dich ausrüstet, "das ist keine Sonderausstattung für Superchristen, sondern das hält Gott für jedes seiner Kinder bereit."(1)
  
Und heute soll es insbesondere um den "Schild des Glaubens" gehen. Und hier gibt es eine Unterscheidung zwischen den ersten drei Waffen: Gürtel der Wahrheit, Panzer der Gerechtigkeit und Schuhe der Bereitschaft für das Evangelium einzutreten. Diese drei Ausrüstungsgegenstände legt man an, befestigt sie am Körper und dann sitzen sie dort und halten.(1, 2, S.163) Und nun fährt Paulus fort: "Vor allen Dingen", also bei alledem, "ergreift den Schild des Glaubens." Dieser Schild ist also nicht am Körper befestigt, den muss man ergreifen und bewusst einsetzen.
  Das Erste, was wir hier vielleicht glatt überlesen: Wir sollen den Glauben wie ein Schild ergreifen, das heißt, er ist schon da, wir müssen den Glauben nicht herstellen.(3, S.33) Das woran wir Christen glauben und worauf wir vertrauen, das ist durch Jesus schon vollbracht worden, auf sein Leben, auf sein Leiden, Sterben und Auferstehen können wir uns berufen und verlassen.
  Welchen Schild hat Paulus hier eigentlich vor Augen? Im Griechischen steht hier das Wort Thyreos, darin klingt unser Wort Tür an und beide Worte sind auch verwandt. "Es ist ein türartiger Schild, oder auch Langschild, so ca. 128x70 cm, aus Birkenholzbrettchen zusammengeleimt, mit Metall eingefasst, gewölbt und mit feuerfestem Material beschlagen, er wog bis zu 11 Kilogramm."(1) Und dahinter kann sich der ganze Mensch verstecken und in Deckung gehen. Der Hagel feuriger Pfeile, der in der Antike gefürchtet war, weil er aus heiterem Himmel kommen konnte, aus allen Richtungen und für Panik und Verwirrung sorgte, dieser Pfeilhagel, der prallt an diesem Schild ab.(4) Und das noch effektiver, wenn man nicht allein ist, sondern zusammensteht. Wir kennen vielleicht aus den Asterix-Filmen die Römer, die verschiedenste Angriffsformationen bilden konnten. So auch die Testudo,(5) die Schildkröte, in der die Soldaten eng zusammenstehen und sich gegenseitig von allen Seiten mit den Langschilden schützen. Diese Formation gab es wirklich und sie war effektiv. Gleichzeitig ist deutlich: Einer allein hat viel weniger Schutz und umgekehrt: Sobald einer in der Formation fehlt, entsteht eine verwundbare Stelle. Das ist ein treffendes Bild für Gemeinde. Der einzelne braucht die Gemeinde der Gläubigen, allein ist er in seinem Gottvertrauen viel schneller angreifbar. Wir leben als Einzelne ein gutes Stück vom Glauben des Bruders und der Schwester. Und umgekehrt braucht die Gemeinde den einzelnen, sonst entstehen Lücken, die nicht ohne Weiteres zu schließen sind. Hier wird deutlich, wie eng Individualität und Gemeinschaft zusammengehören(1) und aufeinander angewiesen sind, ohne dass das eine in das andere hinein aufgelöst wird.
  Diesen Schild, den Schild des Glaubens, sollen wir ergreifen, sagt Paulus. Das ist also eine aktive Handlung, eine bewusste Entscheidung. Man kann lange darüber nachdenken, was Glaube eigentlich ist, man kann fragen: Wann glaube ich genug, um mich „Christ“ nennen zu können. Paulus sagt: Glaube ist wie ein Schild, der dasteht, entweder du ergreifst ihn oder du lässt ihn stehen. Glaube ist eben auch eine Entscheidung. Es geht nicht darum, solange auf sich selbst einzureden, bis ich alle Glaubenssätze für wahr halte und die letzte Stimme des Zweifels weggedrückt habe. Glauben heißt vertrauen und die Frage ist, worauf willst du dein Lebensvertrauen setzen? Paulus sagt: Ergreift den Schild des Glaubens.
  Jemand hat einmal gesagt: "Zu glauben ist schwer, nichts zu glauben ist unmöglich." (Victor Hugo) Der, der darauf vertraut, dass es Gott gibt, der folgt einem Glauben und der, der davon ausgeht, dass es Gott nicht gibt, folgt ebenfalls einem Glauben. Denn beweisen können es beide nicht. Jeder glaubt an irgendetwas. Doch dabei ist es nicht egal, woran du glaubst, also worauf du vertraust. "Denn jeder Glaube ist nur so stark wie der Gegenstand, auf den er sich richtet."(1) Ist das zu theoretisch? Ich mach´s praktisch: "Friedrich Dürrenmatt z.B. wollte unbedingt an das Gute im Menschen glauben."(6, S.24) Was er wohl zu den Vorgängen in der Ukraine und in Israel gesagt hätte, was zu den vielen Unmenschlichkeiten und Lagern? "Die FDP-Politikerin Daniela Kluckert sagte: „Ich glaube an den Wettbewerb.“(6, S.24) Wie dieser Glaube wohl trägt, wenn sie selbst nicht mehr wettbewerbsfähig ist oder keine Leistung mehr vorweisen kann? "Kaiser Wilhelm II. soll gesagt haben: „Ich glaube an das Pferd.“(6, S.24) Ob ihn dieser Glaube auch durch persönliche Krisen und in Krankheit getragen hat? Jeder Glaube ist nur so stark wie der Gegenstand, auf den er sich bezieht.
  Für Paulus ist der Glaube, das Vertrauen auf Gott, das stärkste, was es gibt. Darum vergleicht er den Glauben auch mit einem massiven 11 kg schweren Schild.(1) Wir denken doch oft, dass Glaube etwas Nebulöses ist, etwas Wolkiges und Unsicheres, viele meinen Glaube sei eine schlechtere Form des Wissens. Indessen gibt es "gerade in der Wissenschaft immer wieder sogenannte "Fakten" [...], die sich schon bald wieder als Irrtümer herausstellen"(6, S.20) oder als überholt ausweisen.
  "Der Glaube im biblischen Sinne ist ein Vertrauen. Das hebräische Ursprungswort für "Glauben" (aman, aus dem später unser Wort "Amen" hervorgeht), meint so viel wie "fest", "zuverlässig", "treu" oder eben "vertrauensvoll sein".(6, S.22) Eben ein solides 11 kg schweres Langschild, das dich geborgen sein lässt auch in den Angriffen die dir begegnen und in den Abgründen, die sich vor dir auftun. Ein Halt, auch wenn alles andere ins Wanken kommt.(7)
 
Mancher, der sonst nicht in die Kirche kommt, sagt schon mal gelegentlich: „Hach, deinen Glauben möchte ich haben.“ So als wäre Glauben eine besondere Fähigkeit, vielleicht die Fähigkeit, sich eine religiöse Sonderwelt zu bauen und auch gegen den Augenschein daran festzuhalten. Als hätten wir Christen irgendwie die Kraft diesem Glauben an Gott Leben einzuhauchen.(1) Doch, liebe Gemeinde, es ist doch genau umgekehrt! Einen Glauben, dem ich Leben einhauche, den braucht es nicht. Nicht ich hauche dem Glauben Leben ein, sondern der Glaube an Jesus Christus, der mir Schuld vergibt, der mich zu Gottes Kind macht und der mir ewiges Leben verheißt, der haucht mir Leben ein.(1) Ich aber möchte den Glauben ergreifen und Jesus den Grund sein lassen, auf dem mein Leben steht.
   Und auch ein Leben mit Gott bewahrt nicht vor den Brandpfeilen, die da fliegen. Da sind Pfeile des Misstrauens gegenüber Gott: Schon auf den ersten Seiten der Bibel sät die Schlange den Zweifel: Sollte Gott gesagt haben? Ob das so stimmt? Gibt es Gott überhaupt? Ist sein Wort, die Bibel, wirklich wahr oder eher ein Märchenbuch? Meint er es wirklich gut mit mir? Interessiert er sich überhaupt für mich? Wo ist er in meinem Leid? Diese bohrenden Fragen sind wie Brandpfeile, wenn sie ins Herz eindringen, entfachen sie einen zerstörerischen Brand.
  Hier gilt es den Schild des Glaubens hochzuhalten. Und was ist der Glaube anderes, als ein Vertrauen auf Gottes Zusagen? Und angesichts solch bohrender Fragen dürfen, ja sollen wir uns Gottes Verheißung in den Sinn rufen um die Brandpfeile zu löschen. Dietrich Bonhoeffer hat einmal gesagt: "Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen."(8) Und auf die will ich mich berufen. Wenn da z.B. der Brandpfeil kommt (die folgende Aufzählung in Anlehnung an W. Nestvogel): „Das schaffst du eh nicht, dein Leben als Christ, das hältst du niemals durch. Irgendwann verlierst du deinen Glauben, warte nur, wenn es erst schwierig wird.“ – Da darf ich mit Philipper 1,6 antworten: "Der, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird es auch vollenden.“ Wenn die Stimme in mir sagt: „Du bist eigentlich nicht gut genug, nicht fromm genug. Gott schaut dich nicht an.“ – dann lese ich im Johannesevangelium 1,12: "Wieviele ihn, Jesus, aber aufnahmen, denen gab er Macht Gottes Kinder zu werden.“ Oder bei 1. Johannes 3,20: „Wenn uns auch unser Herz verdammt, so ist Gott doch größer als unser Herz und erkennt alle Dinge.“ Wenn ich denke: „Das mit Kirche und Gemeinde, das wird bald zu Ende gehen; schau dir nur die Zahlen an, die lügen nicht.“ – Da lese ich in Johannes 5,4: „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“ (Auch der Sieg über die Wirklichkeit, die die Zahlen als so unumstößlich darstellen!) Wenn ich Sorge habe, mich selbst zu verlieren, höre ich aus Jesaja 43,1: „Ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“ Wenn mir Abschiedsschmerzen das Herz umklammern, höre ich wie Jesus dem Abschied die letzte Gültigkeit nimmt, als er zu seinen Jüngern in Joh 16,22 sagt: „Und auch ihr habt nun Traurigkeit, aber ich will euch wiedersehen und euer Herz soll sich freuen und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“ Wenn ich meine, in einer Welt unter leerem Himmel zu leben, auf mich allein gestellt in der anonymen Weite des Daseins, da höre ich die Worte aus der Evangelienlesung: "Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende." (Mt 28,20)
  Paulus sagt: „Ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen.“ Und von diesem Schild heißt es im Alten Testament: "Gott selbst ist ein Schild denen, die auf ihn trauen." (Spr. 30,5) Nach diesem Vertrauen lasst uns greifen.
  Amen.

Verwendete Literatur:(1) Wolfgang Nestvogel, Die göttliche Waffenrüstung. Eine Vortragsreihe von Wolfgang Nestvogel: https://www.leseplatz.de/Audio/Vortraege/Biblische-Personen-und-Themen/3906/Die-goettliche-Waffenruestung
(2) Michael Gese, Der Epheserbrief. Die Botschaft des Neuen Testaments, 2. durchges. u. verb. Aufl. Göttingen 2020.
(3) Ernst Modersohn, Die geistliche Waffenrüstung für die Kinder Gottes, Telos, 3.Aufl. 1982.
(4) Joachim Pletsch, Glauben, in: Leben ist mehr. Impulse für jeden Tag 2019, Beitrag vom 27. Februar.
(5) Vgl. den Wikipedia-Artikel zur Schildkrötenformation: https://de.wikipedia.org/wiki/Schildkr%C3%B6tenformation (letzter Aufruf am 7.7.24)
(6) Okko Herlyn, Das Glaubensbekenntnis. Verstehen, was wir bekennen, Neukirchen-Vluyn 2021.
(7) Eine eindrückliche Beschreibung dafür wie der Glaube in schwieriger Zeit Halt ist, ohne eine Vertröstung zu sein oder simple Bestreitung dessen, dass auch der Glaubende Leid auszuhalten hat, findet sich bei Helmut Thielicke: "So ist das also: Der Friede Gottes, dem ich vertraue, ist nicht etwas, worauf ich sitze, sondern etwas, wonach ich mich strecke. Der Halt, von dem ich gehalten bin, und der Grund, darauf ich gründe, ersparen mir nicht die Abgründe, aus denen ich rufe. Das Leben Gottes, das mir verheißen ist, erspart mir nicht die Wehen des Todes, durch den ich dringen muss. Und die Gewissheit, dass weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges mich scheiden können von der Liebe Gottes (Röm. 8,38f), erspart mir nicht, dass Angst nahe sein kann, dass Sinnlosigkeit mich umstellt und dass der morgige Tag wie ein Berg ist, der über mich rollen will." Ders. in: Woran ich glaube. Der Grund christlicher Gewissheit, 3. veränderte Aufl. Stuttgart 1976, S. 27.
(8) Siehe: https://www.dietrich-bonhoeffer.net/zitat/337-nicht-alle-unsere-wuensche/

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