Der HERR wird Zion wieder trösten. (Sacharja 1,17)


Traurigkeit wird Freude

Tagesimpuls für den 1. April

Liebe Gemeindeglieder und Gäste,
mir geht heute der Lehrtext nahe. Es ist ein Wort aus den Abschiedsreden Jesu und nach dem Evangelisten Johannes überhaupt eines der letzten Worte des irdischen Jesus an seine Jünger: Jesus sprach zu seinen Jüngern: „Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“ (Joh. 16,22) Jesus benennt ganz deutlich, was die Situation der Jünger ist: „Ihr habt nun Traurigkeit.“ Unsere Traurigkeit heute ist eine andere als die der Jünger, und doch trifft dieses Wort auch unsere jetzige Gemütslage.
Und dann setzt Jesus dem unausweichlichen Abschied den Trost des Wiedersehens gegenüber: „aber ich will euch wiedersehen.“ – Wiedersehen, einander wieder begegnen, das trifft den Sehnsuchtsnerv unserer Tage, wo die Kontakte mit Verwandten und lieben Menschen so sehr eingeschränkt sind. Wo manche, die krank oder hochbetagt sind, nicht wissen, ob sie ihre Lieben überhaupt noch einmal sehen können.
Und Jesus? Er beschreibt diese Traurigkeit als den Schmerz über die Trennung voneinander. Gleichzeitig macht er seinen Jüngern damals und uns heute Hoffnung: die Situation des Getrennt-Seins ist nicht endgültig. Die Gemeinschaft mit Christus wird alles Trennende überwinden. Und mit dieser Hoffnung keimt selbst in dem noch bevorstehenden bzw. andauernden Abschied Hoffnung auf: „und euer Herz soll sich freuen und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“ Traurigkeit wird Freude.
Für Jesus und seine Freunde hat es nach dunklen Tagen zu Ostern ein Wiedersehen gegeben. Mag sein, dass auch wir hier nicht von allen Abschied nehmen können, so wie wir es uns wünschen, doch gilt auch uns: „aber ich will euch wiedersehen“. Und wenn Er uns wiedersehen wird, dann werden auch Wir einander uns dort wieder begegnen.
Und deshalb geht der Vers mir nahe: Als ich in Göttingen studierte, wohnte ich im dortigen Theologischen Stift. Unsere Studienleiterin hatte den guten Zusammenhalt im Blick und war mit ihrer klugen und konstruktiven Art beliebt. Später ging sie als Pfarrerin in den Dienst. Ich setzte mein Studium in Leipzig fort. Nur wenige Zeit darauf erreichte mich die Nachricht, dass sie mit 46 Jahren verstorben war. Noch einmal machte ich mich auf den Weg nach Göttingen zur Trauerfeier. Es war äußerlich ein herrlicher Sommertag, doch in uns sah es anders aus. Den Vers für Ihre Trauerfeier hatte sie selbst bestimmt, auch als Botschaft an uns. Er steht seitdem auf der ersten Seite meiner Bibel: „Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“ (Joh. 16,22) Diese feste Zuversicht meiner Studienleiterin lässt mich noch heute staunen und hält meine Osterhoffnung lebendig.

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