Der HERR wird Zion wieder trösten. (Sacharja 1,17)


Mit Lichtkraft

Tagesimpuls für den 3. April

Liebe Gemeindeglieder und Gäste,
Man nehme: 200 Pfund im Ofen getrocknete Erde, fülle die in einen Topf und befeuchte alles mit Regenwasser. Zum Schluss pflanze man darin einen fünf Pfund schweren Weidenschössling. – Sie mögen staunen über das seltsame Rezept, aber um 1620 hat Johan Baptista Van Helmont es so gemacht. Was sein Ziel war? Er wollte etwas zeigen, doch dazu springen wir wieder 5 Jahre näher an die Gegenwart. Da riss Van Helmont das Weidenbäumchen, das er regelmäßig gegossen hatte, heraus und wog erneut: Von der Erde waren nur etwa 2 Unzen weniger da, das Bäumchen dagegen wog nun 169 Pfund. Er schloss daraus: „164 Pfund Holz, Rinde und Wurzeln entstanden aus Wasser allein.“(1) Für seine Zeit ein nachvollziehbarer Schluss. Zwar lag er damit falsch, doch hat er mit seiner Art und Weise Experimente anzustellen viel in Bewegung gebracht. Was er nicht wusste, war, dass Pflanzen aus den energiearmen Stoffen Wasser und Kohlendioxid durch das Licht eine energiereiche Verbindung herstellen können, die sie wachsen lässt. Das Licht spielt eine wesentliche und ganz entscheidende Rolle beim Wachstum der Pflanzen.(1)
Darin lässt sich auch eine geistliche Wahrheit entdecken. Mit der Einsicht, dass Licht Wachstum möglich macht, schauen wir auf den heutigen Lehrtext: Paulus schreibt an die Gemeinde in Ephesus: „Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.“ (Eph. 5,8–9) Viele erliegen heute wie Van Helmont (je nach ihrer Gewichtsklasse) einem Irrtum: „Die 120–160 Pfund Hoffnung, Liebe und Gottvertrauen entstehen aus Kirchenmitgliedschaft allein.“ Und sie wundern sich dann, dass sich in Krisenzeiten die „innere Verfassung“ als deutlich schmächtiger erweist als die äußere. Es kommt bei Weitem nicht nur darauf an, Kirchensteuer zu zahlen oder ab und an mal die Kirche von innen zu sehen. Das ist wichtig, weil es der sichtbaren Kirche ein wirtschaftliches Auskommen und Einsatzmöglichkeiten verschafft, aber die eigene Glaubenspflanze bliebe doch ein Schattengewächs. Wichtig ist, unsere energiearmen Ausgangsstoffe, unsere kleine Kraft, unser tastendes Vertrauen und unsere zaghafte Hoffnung, in Gottes Licht zu halten. Erst in diesem Licht wächst daraus die energiereiche Verbindung, nämlich die Beziehung zu Christus, dem Licht der Welt (Joh. 8,12). Dieses Bild ermuntert uns dazu, dass wir mit unserem ganzen Sein und Leben das Licht der Nähe Gottes suchen und uns danach ausstrecken. Und wenn schon das Licht unserer Sonne Energie freisetzt und Wachstum möglich macht, um wieviel mehr erst Gottes Lichtkraft in unserem Leben?
Herzlich grüßt Sie, Ihr Pfr. Gerd Krumbiegel

(1) Die Beschreibung findet sich in: R.U. Schneider „Das Buch der verrückten Experimente“ 2004, S. 17+18.

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